FRIEDRICHSHAFEN/ROMANSHORN. Die Bodenseequerung 2026 wurde zu einem besonderen Erfolg für den Thüringer Schwimmsport: Lale Präger (Erfurt SSC) und Johanna Hörsch (DLRG Weimar) gehörten zu den schnellsten Frauen des gesamten Feldes und setzten eindrucksvolle sportliche Akzente.
Lale Präger gewinnt die Frauenwertung
Für Lale war es ein außergewöhnlich intensives Wochenende: Noch wenige Tage zuvor startete sie bei den englischen Meisterschaften in Sheffield und gewann dort über 800 Meter Freistil ihre erste Medaille in England (Silber). Am Freitag folgte der Flug nach München, die Weiterreise an den Bodensee – und am Samstag erneut das Aufstehen um 4 Uhr, um die Bodenseequerung zu schwimmen.
Trotz dieser Belastung zeigte sie eine herausragende Leistung: In 2:50:17 Stunden erreichte Lale als schnellste Frau das Ziel in Romanshorn.
Ihr Statement beschreibt die Herausforderung eindrucksvoll: „Für mich persönlich war es das erste Mal, dass ich 11 Kilometer am Stück geschwommen bin. Es hat sich definitiv länger angefühlt wie erwartet. Die letzten zwei Kilometer waren sehr hart, und ich war sehr froh als ich im Ziel war.“
Johanna Hörsch wird drittschnellste Frau
Auch Johanna Hörsch (Jg. 2009) überzeugte mit einer starken Leistung. Nach zwei Jahren gezielter Vorbereitung meisterte sie die Querung in 3:05:54 Stunden, ohne Neoprenanzug und deutlich schneller als geplant. Damit gehörte sie zu den schnellsten Frauen und zu den besten Athletinnen der Gesamtwertung.
Trainer Kay‑Uwe Dorn würdigt ihre Entwicklung: „Johanna hat gezeigt, wie konsequent sie ein langfristiges Ziel verfolgen und umsetzen kann. Eine beeindruckende Leistung, die viel Trainingsarbeit und Disziplin widerspiegelt.“